Dieter Heuwetter
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Drachenschlepper
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Ich verbringe viel Zeit damit, in Seißen die Drachenflieger mit einem Trike in die Luft zu schleppen. Das macht normalerweise Spass, bei unruhiger Luft auch mal weniger, aber die Leute sind super, ein netter Haufen "Luftsportsüchtiger".
Falls es interessiert wie ich zur Drachenfliegerei gekommen bin :
Die Fliegerei im Allgemeinen hat mich schon immer fasziniert. Im Modellbau habe ich Segelflieger, Motorflieger u. Hubschrauber gebaut und geflogen, hatte aber immer das Verlangen, selbst in die Luft zu kommen. Per Zufall habe ich dann auf einem Flugplatz jemanden mit einem Motor kämpfen sehen, das Ding wollte einfach nicht anspringen. Hat mich deshalb interessiert, weil ich bis dato noch keinen Motor an einem Drachen gesehen habe. Wir sind ins Gespräch gekommen und es hat sich herausgestellt dass er Drachenfluglehrer ist. Das war 1985. Bis dahin hatte ich die Drachenflieger mit Respekt betrachtet weil die ersten Rogallos mehr für waghalsige Klippenspringer als für fliegerisches Erlebnis geeignet waren. Dann erfuhr ich von den Sicherheits-Weiterentwicklungen und dass jetzt auch an einer Winde gestartet werden kann. Man musste also nicht mehr in die Berge fahren. Das hat mich dann überzeugt, im Herbst 1985 habe ich angefangen. Die ersten Hüpfer am Übungshang waren damals schon berauschend, Gleitflüge von 50, 100, 150 m, wie ein Vogel, selbst in der Lage die Richtung zu beeinflussen. Das waren schon unvergessliche Momente. Dann in den Alpen die ersten Höhenflüge mit plötzlich 600m unter dem Bauch. Einfach unvergesslich! 1986 A-Schein, 1987 Winden-Schleppschein, 1988 BZFII (Sprechfunk). Zu der Zeit haben sich die Trikes als Startmöglichkeit etabliert. 1989 B-Schein, Windenfahrerschein u. UL-Schein. Mit meinem ersten Drachen hatte ich an der Winde seltener Glück für längere Thermikflüge. Als Windenfahrer, Startleiter oder Seilrückholer ging mehr Zeit drauf. In den Bergen hatte ich mehr Glück. Mit dem nächsten Gerät kam ich auch nicht all zu oft aus 220m Klinkhöhe in die höheren Gefilde. Für den UL-schlepp hätte ich noch den Hänger-Schein machen müssen, aber dann hatten wir Probleme mit dem Schlepptrike (Motor). Erst mit dem neuen Trike hatten wir erfolgreichen Schleppbetrieb. Zu dieser Zeit habe ich dann die Drachenfliegerei zu Gunsten der UL-Fliegerei aufgegeben. Bin gewissermassen "hauptamtlicher" Schlepper in Seißen. Komischerweise wollten die anderen UL-Schein-Inhaber lieber Drachen fliegen und so kam es zu dieser Symbiose. Mit dieser Startmöglichkeit können wir in jede Thermik schleppen, auch wenn sie kilometerweit weg ist. Dann bleibt der Drachen garantiert oben! Das Thema "wie komme ich in die Luft" ist in Seißen kein Problem mehr. Der UL-Drachenschlepp ist hier eine routinierte Einrichtung.