26. Okt. 2008

Babs, Tschelzi:
Babs, Tschelzi:
das Herbstwetter meinte es gut mit uns und so waren letzten Sonntag doch noch einige zum Fliegen nach Seissen gekommen.

Bei uns in Bad Boll scheinte schon längst die Sonne, nur in Seissen dauerte es etwas länger bis der Nebel sich auflöste. Der Südwind blies immer wieder Donaunebel heran, sodaß wir noch in aller Ruhe Sprit in Blaubeuren holen konnten und der angesetzte Termin mit 12.30 Uhr Winterzeit sich als richtig herausstellte. Robert hatte nochmals Felix Rühle zum Probefliegen von Atos VQ und VR eingeladen, die beide mit ihren Familien und Kinder kamen. Auch Lisa und Kai unsere Jungsters waren wieder mit dabei und Uli, Karl Heinz und Tschelzi wollten auch nochmals in die Luft, sodaß ich heute darauf verzichtete und das Bodenhandling übernahm.
Alles lief wie am Schnürchen und Achim brachte die Piloten mit 12 Schlepps auf durchschnittlich 750 m Höhe.
Wir hatten auch Besuch von den Erbachern Uli Müller mit Frau beim Spaziergang und Rolf + Wolfgang mit CT42 - Spazierflug.
Es ging schon die Sonne unter, bis dann alles abgebaut, das Trike in Sonderbuch und der große Windsack zum überwintern heruntergeholt war. Ein schöner Ausklang für den vermutlich letzten Schlepptag dieses Jahres war das gemeinsame Abendessen im Jägerstüble.
Schlepper 01 Uli S
Kai Lisa

Karl-Heinz
Tschelzi mit VR
Robert:
Robert:
Heute hat der Vergleichstest Atos VQ gegen VR geklappt ! Achim hat sich freundlicherweise bereit erklärt zu schleppen. Felix von AIR stand pünktlich mit der Hardware am Startplatz und baut zügig erst mal den VR auf. Ui, das ist schon verdammt viel Drachen, wenn die Kiste so vor einem steht - fast 14 m Spannweite sind schon beeindruckend. !!

Beim Hochheben merkt man dann das satte Gewicht und die hohe statische Hecklastigkeit. Der Schlepp ging dann vom Startwagen aus (Seitenwind) rasch auf 1000 Meter hoch. Oben toller Blick über die Inversion bis in die Alpen.
Beim Schlepp hatte ich zuerst die Wölbklappe auf Thermikstellung. Das ist definitiv zu viel (Felix hatte mich gewarnt) und der Bügeldruck somit zu hoch. Deshalb habe ich anfangs auch gleich mal das Trike überstiegen. Mit etwas nachlassen war´s dann super und der VR zieht wie am Schnürchen hinter dem Trike her.

Oben flog Achim dann abwechselnd ein paar links und recht Schleifen. Hier bemerkte ich dann zum ersten Mal die relativ langsamen Rollzeiten des "Riesen" und hatte etwas Mühe den raschen Richtungswechseln zu folgen. Nach dem Ausklingen dann das Testprogramm: Stallgeschwindigkeit erfliegen, Langsamflug mit Wölbklappe in Thermikposition, Schnellflug mit offener Klappe, Richtungswechsel, etc. Durch die stabile Inversionswetterlage ist natürlich ein Austesten der Kurbeleigenschaften leider nicht möglich, also muss es ohne Aufmüllern gehen. Beeindruckend die Gleitleistung und der große Geschwindigkeitsbereich, den man durch eifriges Benutzen der Wölbklappe ausnutzen kann. Hier liegt eindeutig das Potenzial des VR und die hohe Leistungsfähigkeit im Schnellflug.

Unten angekommen, dann eine der Gerätegröße entsprechend großzügige Landeeinteilung. Er fliegt wirklich deutlich langsamer als mein alter Atos V und der Punkt zum rausdrücken ist einfacher zu finden. Trotzdem ein kleiner Plums auf die Knie, da das Gurtzeug gezickt hat und ich mich nicht gescheit aufrichten konnte. Nach kurzer Pause dann der Probeflug mit dem VQ.

Die Wölbklappe gar nicht so sehr gezogen und trotz leichten Seitenwind einen Fußstart gewagt, der nach eigenem Gefühl und nach Aussage der „Zeugen“ wirklich sauber war. Auch der VQ zieht wie die Eins hinter dem Trike her. Und man merkt von ersten Augenblick das bessere Handling: es fühlt sich alles nicht so „träge“ wie beim VR an. Oben angekommen, dann wieder das „Programm“ abgeflogen. Ohne direkten Vergleich eines Nebenherfliegenden ist kaum eine Aussage über die Gleitleistung zu machen.

Nach Angabe von Felix trennt sich hier die Spreu vom Weizen ergo der VQ vom VR sowieso erst über 70 km/h. Also eher wichtig für Wettkampf- und Ligajungs. Die Langsamflugeigenschaften sind genial. Mit knapp unter 38 dümpel ich dahin und werde ständig vom Stallalarm angemeckert – bei meinem alten Atos V war das schon fast die Rausdrückgeschwindigkeit beim Landen und der VQ fliegt hier noch voll gut !! Mit entsprechendem Vertrauen geht´s ans Landen: eine knapp geflogene Volte, ausschweben lassen bis geht nicht mehr, etwas rausdrücken und zwei drei Schritte mitlaufen, das war´s – so einfach kann Landen mit einem Starren sein !

Fazit: die Leistungsmaschine ist der VR, der Spaßvogel der VQ. Das geringere Gewicht des VQ zusammen mit dem tollen Handling und den guten Langsamflugeigenschaften lässt ihn sicher sowohl beim engen Hangkratzen wie beim Flachlandfliegen gut aussehen. Wen das Gewicht und das träge Rollverhalten nicht stört, bekommt dafür mit dem VR wahrscheinlich die zur Zeit beste Gleitleistung, die es für Geld zu kaufen gibt. Aber auch beim Preis ist der VR natürlich „spitze“...... Nun habe ich die Qual der Wahl, wobei die Tendenz eher zum VQ geht. Mal sehen wo´s hingeht ;-)
Tschelzi mit VQ
Diese "schwarze Sau" sind wir im Vergleich mit dem VQ geflogen.
Generationen