21. 6. 2008
Achim Schiele
Eigentlich schreibt man ja gern einen Flugbericht nach einem schönen Flug, selbst wenn man von „Achim, dem Scheffe“ dazu vergattert wird.
Die Wolken versprechen viel und die Temperaturen passen beim Aufbauen am Ostrand des Platzes. Aber bald wird sich zeigen, dass das Zentrieren der Bärte nicht einfach ist und es von untenraus recht zäh geht.
Achim macht die ersten Trikeschlepps. Gut dass sich Gerhard für später angekündigt hat um dann das Schleppen zu übernehmen. Noch während meines Schlepps landet Tschelzi rein und verstaucht sich beim Landen den Knöchel wie ich später über Funk erfahre. Kai ist nach mir an der Reihe und kurbelt gleich nach dem klinken schon wie ein „Alter“ an die Basis.
Nochmal herzlichen Glückwunsch zum bestandenen Schein, ab jetzt geht’s auch ohne Fluglehrer. Nachdem Robert nicht mehr zu sehen ist (hören geht auch nicht weil Strom am Funk fehlt) und Achim inzwischen auch motorlos in der Luft ist, ziehe ich los.
Ausgemacht war Giengen und zurück. An der Autobahn, nach Bermaringen hab ich mich in einem Nuller in nur noch 500m festgebissen, ohne gescheite Wolke über mir. Leider wird aus dem Nuller langsam aber sicher Sinken. Nachdem klar ist, dass es so auch nicht weitergeht muss ich mir was einfallen lassen. In zwei Kilometern, voraus am Waldrand sehe ich nieder einen Segler keisen. Also nichts wie hin. Schei…., beim Näherkommen sehe ich, dass es ein Motorsegler ist. Aber Gott sei Dank, die Latte steht (am Motorsegler). Nichts wie untenrein und sofort weiß ich, trotz der nur noch 200m, das ist die Rettung. Die Basis ist bei 1250m über Grund bald erreicht.
Dem Motorseglerpiloten kann ich beim Übersteigen zum Dank zuwinken. Bei Luizhausen funke ich mit Achim, der mir seine Postition mit Westerstetten angibt. Was, jetzt hat der mich in der kurzen Zeit überholt?
Später stellt sich heraus, dass mit der Positionsangabe etwas nicht gestimmt hat und damit erklärt sich auch, dass wir uns einfach nicht gefunden haben. Leider muss Achim irgendwo südlich von Altheim runter und Kai holt ihn mit dem Auto ab.

Bei mir geht’s ab dem Flugplatz Gerstetten recht gut und im Osten sieht es super aus. Einmal muss ich, nachdem die Basis auf 1450 über Grund war, die nächste tiefere Wolke teilweise umfliegen um nicht einzutauchen.
Ich fliege weiter „bis eine Wolke hinter Giengen“ und drehe dann um. Hätte ich gewusst, dass Robert weit voraus ist und irgendwo nach Donauwörth landet, wäre ich weitergeflogen. (Also Roberto, nimmer den Strom für den Funk vernachlässigen).
Auf dem Rückweg muss ich bei leichtem Gegenwind irgendwo noch einmal auf 200m runter. Trotzdem geht’s wieder, allerdings sehr schwach, über Heu wendenden Bauern wieder nach oben. Ich muss mich mehr nach den Wolken richten und eine nördlichere Route als beim Hinweg nehmen. Über Oppingen geht’s dann ins Blaue hinein in den Endanflug nach Seissen. Da ich ja weiß, dass mein Fliegerle immer besser gleitet als ich denke, langt die Höhe auch noch um zweimal den Windsack vor der Landung zu umrunden. Die Landung wird nicht optimal, da nach viereinhalb Stunden die Füße nicht mehr gscheit laufen wollen.
Vielen Dank an die Schlepper Achim und Gerhard und die Rückholer Marina und Kai.

Kai und Achim
Start Achim Schiele
Kai auf dem Startwagen...
...und beim Start

Tschelzi der zu früh geklinkt hat und wieder landen mußte... ...und bei der Landung sich den Fuß umgetreten hat...
... im Krankenhaus in Blaubeuren eine Schiene verpaßt bekam und heute noch damit rumhumpelt bzw. an Krücken geht. (Eine Woche später) Bilder und Bildtexte: Babs

Pilot Gleiter Höhe ft
Robert Lebeda ATOS-V 1500
Tschelzi Elsner ATOS-S 1300
Achim Schiele ATOS-V 2400
Kai Rösch Impuls 2500
Wolfgang Mader ICARO 2100
Achim Rösch ICARO MR 2100
Erich Berger ATOS-V 2400
Andreas Mader Moyes Litesport 2500
Erich Berger ATOS-V 1500