Alfred: 1. Juni 2008
...hier mal wieder ein paar Flugfotos. Ich kam viel zu spät nach Seissen hoch und trotzdem hat es noch geklappt. Dank an Wolfi. Das war ein schööner Flug mit Landung am Flugplatz Erbach! Es geht auch gegen den Wind.
Sonderbuch
Tschelzi:
Nachdem sich Wolfi bereit erklärt hat Achim zu schleppen, bekommen wir in Seissen einen Flugbetrieb zustande. Nach der Vorhersage soll's ja ein ganz guter Tag werden und ich bin fest entschlossen mal richtig früh dran zu sein. Um 11°° Uhr am Platz ist super, Start um 12.30 Uhr eher für den Tag schon wieder zu spät. Achim war schon um 11.30 Uhr mit dem Trike da. Fußstart mit wenig Vorwind OK, Klinken in eher ruhiger Luft, da sich die Thermik von morgens bei uns schon wieder aufgelöst hat. Ringsum hat's Wolken nur bei uns nicht. Bei 1400 NN ist erst mal Schluß. Das ist doch keine Arbeitshöhe und ich entschließe mich zum Platz zurückzufliegen. In 250m über Grund finde ich dann doch noch einen Bart, sehe Robert an der Basis im Westen und folge Ihm. Leider zu forsch und sitze deshalb kurze Zeit später südlich von Münsingen.Dort hat mich Babs mit dem Motorrad abgeholt und nach Seissen zurückgebracht (s. Foto).
Achim geht's nicht besser und sitzt nach seinem 2. Start in Apfelstetten. Robert hat den Joker und erreicht die Wolken an der Albkante mit glücklicher Landung zu Hause in Ohmden.

Lisa ist nach ihrem ausgedehnten Urlaub auch mal wieder flugsüchtig und gibt sich zwei Start's. Achim Schiele schlägt Haken rund um Seißen. Andi M. hat Pech braucht eine Sollbruchstelle, wirft das Seilendstück noch ab, was eine längere erfolglose Suche nach sich zieht. Alfred passiert das Gleiche – Sollbruchstelle – Seilendstück abgeworfen – Suche erfolglos. Daher die Bitte an alle: '3m' Seil nicht abwerfen, sondern wenn möglich einholen – Die Bauern werden's Euch danken.

Gelungener Abschluß bei Familie Rösch auf der Terrasse mit Faßbier (was unbedingt weg muß) und Grillen. Vielen Dank an die 'Hausfrauen' Doris und Babs, die schnell noch eine Mahlzeit auf den Tisch gezaubert haben, während wir den Grill anheizten.
Rückholservice
Seissen mit Startplatz
Blaubeuren Richtung Laichingen
Robert:
Der schöne Vorwind, den Tschelzi beim Start hatte war mir nicht gegönnt. Somit benutzte ich als zweiter Starter unsere „Gehhilfe“ und hoppelte mit unseren tollen Startwagen über die Wiese, um in die Luft zu kommen. Achim machte anfangs den Schlepper und er zog mich in den Westen von Seissen. Hier kreiste er so penetrant auf der Stelle, dass ich überzeugt war, dass hier irgendwo der Hammer steht und klingte aus. Nun ja, steigen war da, aber so richtig stramm ging´s nicht aufwärts. Jetzt erst entdeckte ich noch Tschelzi über mir, deshalb hat der „Boss“ also hier so nachhaltig gedreht. Doch dem sonst so geduldigen Tschelzi war dieser Bart zu lahm und er flog Richtung Platz zurück, wo er auch etwas später landete. Ich blieb im schwachen steigen und kurbelte um jeden Meter und merkte bald, dass der Ostwind in dieser Höhe recht ausgeprägt war.
Somit vermied ich kreisrundes Kurbeln und flog „Eier“, da die Steigwerte leeseitig etwas besser waren. Das half und stetig ging es immer besser immer höher.
Noch einmal mit dem Wind nach Westen versetzen lassen, da ich dort einen kleinen Wolkenfetzen sah. Hier ging´s dann herrlich gut hoch und mit mir drehten auch 3 Bussarde auf.
Die Sicht war heute sehr gut und so sahen die Wolken über dem ehemaligen Truppenübungsgelände vielleicht näher aus, als angenommen. Jedenfalls kam mir das Gleiten dann doch recht lang vor, bis ich endlich an der Wolke war. Die hatte typischerweise gerade dann Auflösungserscheinungen.
Also weiter mit dem Wind. Am Rand des Geländes fast genau über dem „Wachturm“ ging´s dann, wie so oft hier an dieser Stelle, wieder hoch. Noch zwei Bärte und ich war über dem Steinbruch von Grabenstetten zusammen mit knapp einem Dutzend Segelfliegen, die hier Höhe tankten.
Die Route weiter Richtung Westen sah vielversprechend aus. Mir war jedoch nicht nach einer großen Rückholaktion zu Mute und deshalb entschied ich mich vorne an der Albkante noch etwas Spaß zu haben, wo schöne Wolken standen. Also rüber zum Breitenstein, der mich abwies.
Dafür steig es über meinem alten Hausberg aus ganz jungen Jahren, der Limburg. Dann zurück Richtung Teck, die hatte auch schon lange keinen Besuch mehr von mir. Dann wieder nach Weilheim. Hier vorne ging´s eigentlich überall !!
Ich hielt mich immer knapp unter den vielen Seglern, um nicht die Höhenfreigabe zu verletzen.
Da ich mein Funk nicht auf ATIS umschalten konnte, wusste ich leider nicht wo heute das Limit gesetzt war. Aber die großen Brüder halten sich ja immer brav dran und somit war ich auf der sicheren Seite.
Weiter Richtung Aichelberg und dann zum Segelfluggelände Nörtel. Hier stand wohl der Hausbart. Wieder ein Haufen „Plastik“ und Holz in der Luft. Heute bin ich selten allein beim Steigen. Nach einem weiteren Schlenker Richtung Osten muss ich einsehen, dass der Weg zurück nach Seissen nicht funktionieren wird: recht viel Ostwind und alles blau. Also warum nicht mal wieder nach langer Zeit nach Hause gleiten und hinterm Haus landen ?
Gesagt, getan: die Fahnen am Golfplatz Ohmden sind mal wieder gute Windanzeiger, meine „Landewiese“ wurde jedoch durch das Neubaugebiet halbiert. Dann steht da noch ein Baukran im Weg rum. Höchste Konzentration ist also angesagt. Den letzten Queranflug-schlenker über´s eigene Häusle und ab in den Endanflug. Noch mal den Vogel richtig schnell machen, um über das Ackerstück mit der Frucht rüberzuzischen, ausgleiten, umgreifen, rausdrücken, stehende Landung !! Wenn´s nur immer so gut funktionieren täte.....
Nach dem Abbau und Verstauen des Gleiters in der Garage geht´s mit Birgit und Isabel zurück nach Seissen. Hier trifft man sich dann noch auf Achim´s Terrasse zum Landebier und Grillen und lässt sich die Abenteuer der anderen erzählen. Herrlich !!