11. 3. 2007

  18. 2. 2007
Der Auftakt
zur neuen Saison.
Herbert berichtet:
Am Donnerstag schrieb ich an Achim:
Am Sonntag geht es los. Sonne, Thermik, 15 °C..........
So war es auch fast. Bis Ulm dichter Nebel. Robert ist schon da. So bauen wir mit einem Lüftchen aus Ost, am Weststartplatz auf. Tragen brav den Drachen gegen Osten als der Nordwestwind mit 10 km/h auffrischt. Achim bringt das Trike aus Sonderbuch. Nach Roberts Bilderbuchstart schleppt mich Achim in die dann doch kalte, klare Luft. Ein wenig turbulent bis 620 Meter über Grund übers "Tiefe Tal". Beim zurückfliegen, ein paar Heber, Thermikansätze, mit einem Schwarm von Mäusebussarden die auch versuchen die Warmluftblasen aus dem Südwesthängen auszukurbeln. Saubere Landung begünstigt durch den steten Westwind. Später noch ein zweiter Start vor Robert und Achim S.. Heinze schleppt im Wechsel mit Achim. Jetzt nur noch abgleiten. Die Sonne hat um 15:30 zu dieser Jahreszeit noch keine Kraft. Unser Landebier diesmal im Sportheim. Auf der Heimfahrt ab Ulm wieder dichter Nebel, der sich dort den ganzen Tag nicht aufgelöst hat.

 
Tschelzi's Eindrücke:
Für mich Saisonauftakt in Seissen. Babs entscheidet, mit Ihrem Husten, den Sie sich beim Fliegen in Bassano zugezogen hat, am Boden zu bleiben. Danke für Seil auslegen, Starthilfe, Sprit holen und für den Kuchen nach dem Fliegen.
In der Luft war's doch recht frisch und die dicken Handschuhe waren noch angebracht. Ich folge Clemens und Robert gegen den Wind Richtung Osten bis Herrlingen,wo alle paar Meter ein Bart stand. Zurück ging's dann recht flott und ich mache einen Abstecher Richtung Schelklingen. Aber hier trägt's nicht so gut und ich muß bald wieder umkehren. Am Dreieckswäldle treffe ich wieder auf Herbert. Ich erwische nur schwaches Steigen und Herbert steigt mir davon. Beim Rückflug zum Platz kommt auch kein brauchbares Steigen mehr und so lande ich nach ca. 1,5h.
Lisa mischte heute auch mal wieder mit und hoffentlich bleibt Sie auch weiterhin dabei. Uli und Stefan Klein hatten etwas Pech, da die Startbedingungen schlechter wurden und in der ersten Kurve die Sollbruchstelle brach. Clemens mit seinem neuen Atos-VR, Lutzi mit Pegasus und Wolfgang wollten auch in die Luft und so hatte Achim einiges zum Schleppen - Vielen Dank.

Herbert :
Der Segelflugwetterbericht sagte mäßige Thermik bis 1500 Höhe voraus. Der am Vortag noch prognostizierte 25er NO-Wind nur schwach bis mäßig aus Ost. So trafen sich 9 oder 10 Fliegerinnen und Flieger ab 11:30 am Aufbauplatz Seißen. Achim hatte sich dankenswerter Weise bereit erklärt als Schlepper einzuspringen, wobei er bestimmt lieber das Trike von hinten gesehen hätte. Clemens mit seinem A.I.R Atos VR startete als erster, ruhiger Schlepp, Robert hinterher und ich als dritter in die doch ziemlich eisige Luft. In 500 Metern über Grund mitten im Bart geklinkt und gleich weiter bis auf 1300 Meter, später 1530 Meter, gestiegen. Der Höhenwind war mit 10 km/h schwach und so versuchten sich alle Richtung Ulm, wo in der klaren Luft die Segelflieger die Bärte markierten. Ich bin kurz vor Wippingen über dem Steinbruch umgedreht, das Blautal zurück, Blaubeuren tief unten. In der kalten Luft ohne Thermikwolken doch immer wieder Aufwinde. Über dem Startplatz nochmals bis zur Basis, sehe Jürgen tief und ausdauernd kämpfen, und nach 1:40 bin ich, nicht ganz sauber, aber ohne Crash gelandet. Später mit Ulli und Tschelzi wieder den stationären Windsack aufgebaut. Zum Landebier kam es diesmal nicht. Ist aber nach so einem unerwartet guten Tag zu verschmerzen. Am Montag den Flug in den XC gestellt, der sich langsam entwickelt. Kommentar: Da kann "Mann" nicht meckern. "Frau" auch nicht.

Zu den Bildern: Alle vom Boden. Zum fotografieren in der Luft waren die Handschuhe noch zu dick. Muss mir da noch etwas einfallen lassen.

 
Ostersonntag 8. 4. 2007
Herbert:
Gerhard hatte sich bereit erklärt uns zu schleppen. Robert auf der Suche nach ausreichend Piloten rief mich an. Nachdem die Kinder die Osternester gefunden hatten, fuhr ich los und war ich um 12:00 in Seissen. N- bis O-Wind mit 15 km/h. Clemens kam gut weg, Robert und ich verbrauchten ohne großen Zug eine Sollbruchstelle. Ich klinke in 600 Metern über Grund, finde im blauen einen Bart der mich gleich nochmals 500 m höher bring. 2 Segelflieger kreisen mit ein, an der Inversion zieht jeder in eine andere Richtung. Ich nach Westen, zwischen den Bärten mit 2 m/sec im sinken. Über Münsingen kann ich aus 150 Metern wieder aufdrehen. Dort wo ich vor 20 Jahren aus Augsburg kommend gelandet bin, finde ich meinen Bart des
Tages, der mich mit einem mittleren Steigen von 2 Metern pro Sekunde fast 1000 Meter höher trägt. Dann nur noch abgleiten bis Großengstingen. In 150 Meter fast 15 Minuten gekämpft um vielleicht nochmals hoch zu kommen. Sichere Landung nach 1,5 Stunden Flug, 40 Kilometer von Seißen entfernt, neben der B 313.
Die Rückholaktion war dann doch ziemlich bescheiden. Handy ausgeschaltet und nach Hause gefahren............ 4 Stunden später holt mich Marina dankenswerter Weise mit Heinzes Auto ab. Nochmals vielen Dank hierfür. Um 22:30 bin ich wieder zu Hause.

Glückwunsch an Clemens für die super Leistung, der am Sonntag nach Freiburg flog, dort übernachtete, am Ostermontag an der Kandel startete und zurück nach Seissen segelte.

 
Babs kurbelt über der B28
Blaubeuren wie ich es am liebsten sehe.
Herbert:
Herbert:
eigentlich hatten wir uns von diesem Tag nichts versprochen. Der
Segelflugwetterbericht spricht von schwacher Blautemik, der Wind kommt gleichmäßig aus SO. 5 Piloten sind aber doch zum Platz gefahren, nachdem Tschelzi, Wolfgang E. überreden konnte in Seissen zu schleppen. Jeder baute unter starker Abschattung auf, mit dem Gedanken: einen hohen Schlepp und dann abgleiten.
Jürgen als erster, konnte sich ein wenig halten. Babs hinterher. Michl mit kurzem Schlepp landet, als ich mich fertig mache. Mein Start vom Wägelchen soft und problemlos. Durch das kleinere Trike ein schneller Schlepp bis 400 Meter über Grund. Beim dritten mal Losseil geklinkt bevor wieder Zug kam, und gleich zu Tschelzi in den Bart, der uns bis auf 1400 m NN über Seissen versetzt. Wieder Richtung Blaubeuren erwische über der B28 den nächsten Bart, während Jürgen 100 Meter südlich den Anschluss nicht findet und landen geht. Sein neuer Helm ist noch ohne Headset, so konnte ich nur zusehen. Nachdem ich wieder 700 m über Grund erreicht hatte, endlich ein paar Luftaufnahmen gemacht. Die Handschuhe waren an der richtigen Stelle präpariert (aufgeschnitten), den Fotoapparat aus der Tasche bekommen, der Akku ist voll, die Befestigungsschnur lange genug. Alles Dinge, woran es in der Vergangenheit scheiterte. Anschließend spazieren fliegen, Michl kommt nochmals hoch, Babs und Wolfgang zeigen mir die nächsten Bärte, sehe mir den Landeplatz bei Asch wo ich vor zwei Jahren in den Schrebergärten stand, aus 2000 Metern an. Ein Klacks zurück nach Sonderbuch. Nach fast 3 Stunden schon ziemlich satt, noch aus tausend Meter über LP Seissen nach Schelklingen und zurück gespeedet. Gleitzahl 16 laut Software. Mit einem Krampf im Oberschenkel die letzten Landevolten. Die Landung auf den Knien dank Rädern ohne Schaden. Babs versorgte uns Flieger mit Landebier, vortrefflich hat es gemundet. Nach einem Tag, von dem keiner etwas erwartet hat, sind alle zufrieden heimgefahren. Dank an Wolfgang E., der seinen Sonntagnachmittag mit schleppen verbringen durfte/musste/wollte.