Herbert: Sa. 25. August 2007
Gerhard hat uns tapfer geschleppt. Ich brauchte gleich 3 Anläufe um bei super Thermik hängen zu bleiben. Robert war schon voraus. Funk funktionierte nicht, und so bin ich kurz vor Zainingen wieder zurück nach Seissen. Dort war von Alfred, Andy M., Wolfgang M. und einem Gastpiloten nichts zu sehen. So traf "Mann" sich in der Luft, zeigte den Segelfliegern und den Bussarden wo die Thermik steht. Manchmal auch umgekehrt. Wo mich früher die Vögel ausgekurbelt haben, kann ich heute mit dem Starren mithalten. Landung nach 3,5 Stunden am Platz. Ein 45er Dreieckle. Robert kam wohl über 100 Kilometer und verlangte kühles Landebier. Bekam er auch, aus der Kühltasche. Einer der besten Thermiktage in 2007 und Dank Gerhards Schlepps kamen alle in den Genuss. Und das Ende August.
sieht doch schon ganz gut aus
so müssen die Wolken aussehen
Der Tag sah sehr vielversprechend aus und hielt dies auch. Kaum merklicher Höhenwind ließ an eine geschlossene Aufgabe denken. Mit Herbert noch schnell (vielleicht zu schnell ?) einen Funkcheck durchgeführt und es ging los. Wider Erwarten waren die anfänglichen Stiegwerte unten raus sehr schwach. Ich musste etwas „beissen“ um langsam hoch zu kommen. Dabei ließ ich mich westlich von Seissen versetzen. Dann kam auch schon Herbert im Schlepp angeflogen. Über Funk sagte ich ihm, dass der sich wegen den schwachen Steigwerten schön hoch schleppen lassen solle. Leider gab es keine Funkverbindung, was sich erst später herausstellte. So klinkte Herbert zwar unter mir aus, aber eben knapp neben dem schwachen Bart, kam dann ins saufen und hatte Müh´ und Not zurück zum Startplatz zu kommen. Weiter konnte ich nicht warten und zog alleine Richtung Westen los. Über dem ehem. Truppenübungsplatz ging´s dann mal richtig an die Basis und von da an war Wolkenhüpfen angesagt. Recht zügig ging´s an Münsingen vorbei Richtungen Pfullingen. Über Burg Lichtenstein entschied ich mich dann umzukehren. Irgendwie habe ich die gute Spur aber verloren und kam nördlich von Münsingen recht tief runter. Ein Schwarm Bussarde rettete mich vorm absaufen und so ging es munter weiter. Die zweite Wende war dann nördlich von Harry. Der weitere Streckenverlauf auf der Rennbahn nach Giengen sah genial aus, aber hinter mir fing es schon an blau zu werden. Durch den viel zu späten Start ging jetzt die Zeit aus. Also fiel schweren Herzens die Entscheidung zum Rückflug nach Seissen. Bei Oppingen dann noch zusammen mit einem Pulk Segelflieger aufgedreht. Dann spukte das Compeo den berechneten Endanflug aus. Unterwegs auf dem Endteil bin ich dann doch noch in einen Bart gesemmelt und habe mit der neu gewonnenen Höhe einen kleinen Schlenker nach Osten gemacht. Dann ging´s zurück nach Seissen. 4 Std. 15 für ein 114 km flachen Dreieck gaben einen Schnitt von 27 km/h. Den gleichen Schnitt haben andere am selben Tag auch im Flachland hinbekommen. Durch einen früheren Start waren sie jedoch bis zu 180 km weit geflogen. Schade, von Seissen wäre bei früherem Start auch mehr drin gewesen, aber ein toller Flug war es allemal.
selbst an der Basis
Andys Landung