19. August 2006
Babs:
Der Start verzögert sich etwas, da ein paar dunkle Wolken immer wieder ein paar Tropfen fallen lassen. Solange sind Achim und Michl dabei ein neues Schleppseil zu fertigen, da das vermisste Seil dem Bauer beim Mähen zum Opfer fiel.
Bin gerade startklar als das Handy bimmelt und Tschelzi seine Landeposition durchgibt.
Heinze hat Gerhard als Schlepppilot abgelöst und zieht mich Richtung Erbach, wo es lockere Bewölkung gibt aber kaum Thermik. Das bisschen Steigen was ich finde verliere ich auch wieder und gehe bald bei den Erbachern, die heute ihr 30-jähriges feiern, zum Landen.
Für Unterhaltung, Speisen und Getränke ist bestens gesorgt, nur bei Tschelzi dauert's ein wenig bis ihn Robert abholt (nochmals DANKE) und dann in Erbach eintrifft, wo wir einen netten Abend verbringen und mal wieder die letzten am Lagerfeuer sind.
  'Es eilt nicht'

Tschelzi:
Habe nach Herbert den 2. Schlepp und versuche eine Wolke Richtungen Norden anzufliegen. Knapp 900m waren dann doch zu wenig um sie zu erreichen, aber beim Campingplatz Heidhöfe geht’s ganz gut mit 2m/s. An der Basis angekommen folge ich den besten Wolken Richtung Nordosten. Leider schattet es total ab und ich muß in der Nähe von Urspring landen gehen.
Skepsis ist angesagt, wohin schleppen?

Die letzten Runden im OLC sind angebrochen. Die Seissner aktuell an Platz 2 und der Segelflugwetterbericht sprach von guter Thermik. Am Startplatz Südwind, große abschattende Wolkenfelder. Diesmal war ich der erste, den Gerhard nach zwei Schauern vom Startwagen in die Luft zog. Wohin? Kein Wackler. So ging es fast bis nach Laichingen. Zum zurückfliegen sollten die 3000 Feet reichen. Obwohl der Wind in der Höhe aus SW kam trug die Front an der Ostseite. Äußerst mühsame Kurblerei, aber immer hoch bleiben war meine Devise. Diesmal habe ich mich auch von den Regenschauern und der Nässe nicht vertreiben lassen. Sah Robert tief unten kämpfen. Über Bad Urach Niederschlag mit Starkregen. Aus der Luft das Schauspiel genießen, dabei über Breithulen ohne große Anstrengung an der Basis bis zum Wendepunkt Campingplatz bei Machtholzheim und zurück nach Seissen gleiten. Sah unter mir Michel landen, Robert neben der B28 stehen. Der Wind nun aus West hat aufgefrischt. Nördlich von Seissen ging es nochmals bis auf 1600 m, genug um in der turbulenten Luft bis nach Schelklingen und zurück zu gleiten, mein 30 km Dreieckle voll zu machen. Turbulenter Landeanflug mit Nordwind. Mit Wolfgang gleich ein Landebier aus der Kühltasche getrunken. Für Michel und Robert blieb nur noch alkoholfreies. Erstaunlich bei der Abschattung, dem Regen zwischendurch, überhaupt Thermik vorzufinden. Funk hat auch funktioniert. Später noch zu den Erbachern, die ihr 30 jähriges Vereinjubiläum feiern konnten. Beim Heimfahren noch Gewitter. Am Sonntag Muskelkater. War doch anstrengender als gedacht.
Zwei Stunden in der Luft machen glücklich.
Und wenn der Schlepper nichts zu schleppen hat, dann macht er halt ein paar Bilder