30. Juli 2006
Gerhard vertrat seinen Bruder als Schlepppilot. Der Segelflugwetterbericht
war vielversprechend. Daher sind Steffen und Heinze, die als erste starteten
gleich wieder am Platz gelandet. Robert startet vor mir, wie alle wegen
Südwind auf dem Startwagen. Ich als vierter hinterher. In 600 m über Seissen
geklinkt. Nach kurzem suchen mit dem ersten Bart bis an die Basis in 2100m.
Schon im Dampf mit 1m Steigen und 80 km/h Richtung Laichingen. Robert musste
hier irgendwo sein. Ich sah ihn aber nicht. Graupelschauer und Regen ließen
mich nach einem Wolkenloch Ausschau halten und damit ins Sinken. Ich flog
noch solange weiter gerade aus, bis das GPS Gleitzahl 1:12 nach Seissen
anzeigte und kehrt. Tschelzi hat mich 1000 m höher bestimmt beobachtet.
Langer Gleitflug, sah Achim S. über dem Tiefental in einem Bart . Nichts wie
hin, aber sauber zu zentrieren war er durch die Windscherungen nicht.
Landung bei leichtem Wind aus Nord. Saubre Landung, eine Stunde unterwegs,
wieder ein kleines Dreieck mit 20 km. Landebier ausgepackt. Achim R. kam
vorbei. Steffen versuchte nochmals sein Glück. Kam aber auch bald zum
Landebier. Robert meldete sich zurück. Heinze fuhr ihn holen. Abends den
Flug ins OLC gestellt. Aktuell auf Platz 2 mit 35 Punkten vor den
Schwarzwäldern.
                       Herbert

Tschelzi:
Steffen ist mal wieder startklar als ich gerade anfange aufzubauen.Mit seinem frühen Schlepp hat er wol ein bisschen Pech und steht nach kurzem Ausflug wieder bei uns, was mich nicht gerade inspiriert. lasse mich daraufhin auf 700m ziehen und habe verhaltenes Steigen, welches aber immer besser wird und die dunklen Wolken über Seissen ziehen doch. Ich muß den Bügel ganz schön nach hinten ziehen, um noch Bodensicht zu behalten. Robert meldet über Funk Wolkenberührung; bei Dornstatt muß wohl der Hammerbart stehen. Ich schlage wieder Münsingen ein. Dort sehen die Wolken auch gut aus und im Delphinflug geht’s bis zum Flugplatz Münsingen. Ab hier hat das Segelfliegerfeeling ein jähes Ende und ich habe bald das Gurtzeug offen und eine Landewiese im Visier als ein 2m Bart mich wieder zum Leben erweckt. Bei Lichtenstein habe ich 2 Atospiloten über mir finde aber den Einstig nicht. Versuche Richtung Pfullingen wo 2 Segelflieger steigen wieder hochzukommen, alles geht hier zäh. Als ich endlich wieder auf 2000m bin gelingt mir noch ein Rundflüg über Sonnenbühl und wieder zurück nach Kohlstetten. Babs war's heute dann doch nicht so geheuer und holt mich bald ab. Wir schauen noch 3 Ortschaften weiter bei Peter und Hannelore vorbei, die uns auch gleich mit ihrer Gastfreundschaft und einem Abendessen empfangen wo wir den Tag ausklingen lassen.
'Erst Landebier, dann Abbau'