Mo. 1. Mai 2006

Achim fordert eine frühe Entscheidung, aber die Windverhältnisse sind schwierig und so dauert es länger bis alle in die Luft kommen. Robert und Tschelzi fliegen zusammen bis Türkheim, wo sie auf Grund eines Funk-Missverständnisses Gingen/Fils - Giengen/Brenz in unterschiedliche Richtungen weiterfliegen. Tschelzi versucht wieder ein Dreieck zu fliegen, scheitert aber wieder am Gegenwindschenkel und landet zu Hause in Boll.

Babs:
Habe mich bereit erklärt heute als Rückholer zu fungieren und nachdem alle 6 Piloten in der Luft sind, der Platz aufgeräumt ist, starte ich Robert in Bissingen bei Dinkelsbühl abzuholen. Bei der anschließenden Kaffeepause meldet sich Steffen der noch 50km weitergeflogen ist und in Langenaltheim kurz vor dem Altmühltal sitzt. Danach holen wir noch Herbert zu Hause in Wertingen ab und fahren gemeinsam zurück nach Seissen wo wir um 20.00 Uhr eintreffen.

D A N K E an Achim der die OLC-Punkte-Jäger und andere Flieger bereitwillig in die zum Teil eisige Luft brachte und die bockigen Verhältnisse am Platz und in Sonderbuch auf sich nahm.

Vielen Dank auch an Wolfi, der unseren Achim spät aber immerhin noch in die Luft brachte und an Lisa die ihn wieder heimholte.
Herbert:

Achim war so nett mich anzurufen. Er schleppt bis 13:00. Dann wird Wolfi ihn schleppen. Auf der Fahrt kurz vor Dietlingen noch ein Anruf: Starker Südwind alle Beteiligten sind am zögern. Wie weit ich den wäre und ob ich nicht umdrehen will. Die letzten 15 Kilometer bin ich dann doch gefahren. In Seissen angekommen: alle bauen auf. Thermik bricht den Wind. Aufgebaut am Westende, durch umlaufende Winde die Drachen zum Oststarplatz getragen, und siehe da Südwind mit Tendenz aus Ost. Startwagenstart nach Tschelzi, Robert und Steffen, mit Wind kurz aus West, sanft und ohne große Turbulenzen bis 700 Meter über Grund. Im Steigen ausgeklinkt und gleich weitergestiegen. Über Sonderbuch schon an der Basis, teilweise mit 80 km/h und 2 m Steigen Richtung Dornstadt. Hier die größte Höhe mit 2300 MSL. Meinen Landeplatz vom 30.4.06 dort aus 1500m über Grund angeschaut. Heimatkunde aus der Luft. Von Westen dichter werdende Zirren von der angekündigten Warmfront ließen mich der A8 und den Wolken voraus folgen. Armer Achim, ob er schon in der Luft ist? Mitten im Donautal geringes Steigen. Jetzt vorsichtiger, hoch bleiben. Ohne Thermik jedoch nur abgleiten Richtung Niederstotzingen. Hatte nur noch 250 m auf dem Höhenmesser. Das Donautal liegt aber 250 Meter tiefer als Seissen. So tief war ich dann gar nicht. Schon nach einem geeigneten Landeplatz ausgeschaut, als über der Bahnlinie erst zerrissen und dann doch bis 2m/s Steigen aufkam. Bis 1950 Meter. Jetzt konnte ich auch den Sprung übers Ried Richtung Gundremmingen wagen. Nochmals aufgedreht bis 1600 Meter und mit schwachem Rückenwind Richtung Stützpunkt Ost. Schon sehr tief über dem Waldrücken nach Hause geschlichen bis mich eine Überlandleitung zwang 1 km vor Daheim neben der Straße nach Zusmarshausen zu landen. Auf die Mailbox vom Flugplatzhandy gesprochen, Eva informiert, wo sie mich holen kann. Robert rief beim abbauen an: Babbsy sei unterwegs, Ihn und später dann noch Steffen zu holen, und auf der Rückfahrt in Wertingen vorbeizukommen und mich zu meinem Auto nach Seissen zu bringen. Beiden nochmals vielen Dank. Ohne sie wäre ich nicht um 21:00 wieder Zuhause gewesen. Erstaunlich bei diesen Bedingungen, in der Abschattung, an Stellen Thermik zu finden, wo sie nicht unbedingt vermutet werden kann. Mit Selbstvertrauen und Rückenwind weiterzufliegen, bis doch noch Steigen aufkommt, oder letztlich sicher landen.

Die Schlepps:
Schlepper Hänger Höhe ft
Achim Tschelzi 2000
" Robert 2300
" Steffen 1500
" Herbert 2000
" W.Mader 2500
Wolfi Achim 2600
"Stützpunkt Ost"