28. August 2005

Steffen:
Das Wochenende lief genau nach Plan. Am Samstag trainieren und am Sonntag zuschlagen. Als wir am Sonntag zeitig am Statrt stehen zeigt sich der Wind wieder von seiner besten Seite, 90 Grad von der Seite bis leicht von hinten. Ohne Startwagen wäre ein Start recht riskant gewesen. Nach ca. 50 m Rollstrecke auf dem Wagen hebe ich gerade mal so vernünftig ab. In 400 m sind wir im Schleppverband dann überm Dreieckswäldle in den Bart eingefahren. Dieter hat direkt eingedreht was meiner Meinung nach gut funktioniert, man gewinnt schnell an Höhe und kann den Bart besser abchecken. Trotzdem ging es dann erst recht zäh und erst in 350 m über GND habe ich nördlich von Seißen ein feines Bärtchen erwischt. Mit einer Basishöhe von 1200 über GND und teils schattigen Verhältnissen war es kein einfacher Flugtag. Eigentlich wollte ich mit Robert zusammen fliegen. Der erwischt den Start jedoch besser und fliegt vorzeitig ab. Ein Fehler wie sich später herausstellt. Er fliegt eine schlechte Spur und trotz Funkkontakt finden wir uns nicht wieder. Bei mir geht es zügig dahin, überraschenderweise sind wenig Segelflieger unterwegs was das "wolkennahe" Fliegen erleichtert. Als Ziel haben wir Klippeneck ausgemacht. Aufgrund des fehlenden Rückholers entscheide ich mich dann auch dort zu landen (trotz Basis). Mein Gedanke ist, mich im Notfall mit dem Motorflieger zurückfliegen zu lassen. All in all ein sehr schöner und entspannter Flug. Besonderer Dank geht wie immer an unseren treuen Schlepper Dieter, ohne den wir so manche Thermikwolke vom Boden aus betrachten müssten und Marina für das Aufräumen des Hängers. Danke natürlich auch an unseren Gastpiloten Clemens, der sich prompt bereit erklärt hat mich am Klippeneck abzuholen.
Robert L. 2100
Steffen H. 1600
Clemens C. 2000
Heinz K. 1700
Heinz K. 3500
Robert:
Nach dem Aufwärmtraining vom Samstag sollte es heute noch weiter bis zum Klippeneck gehen. Optisch sah der Tag ansprechend aus, jedoch sollte es sich später weisen, dass es mit der recht tiefen Basis doch nicht so einfach vorangehen sollte. Ungeduldig auf Steffen wartend bin ich dann schon mal alleine losgezogen. Wir haben ja Funk dachte ich und Steffen mit Ligaerfahrung wird mich sicherlich sowieso einholen. Wer die Routenwahl hat, hat die Qual: etwas südlich stand eine Wolkenstraße etwas nördlich eine zweite. Ich entschied mich für die nördliche. Anfangs gings flott voran, während Steffen noch über Seissen laborierte. Je weiter es ging, umso schlechter lief es auf meiner Spur. Das merkte ich daran, dass Steffen mir countdown-mäßig seine Entfernungen zum Zielpunkt über Funk vorbetete. Beim Vergleich mit meinen Zahlen mußte er also mächtig aufholen. Mehrmals probierte ich auf die südliche Spur zu wechseln, aber das klappte trotz diverser Absprachen mit Steffen nicht. Dann mußte ich mich noch bei Gammertingen von tief unten ausbuddeln und Steffen zog an mir vorbei. Bis Nähe Albstadt hat´s dann noch gereicht mit Landung beim mir wohlbekannten Winterlingen. Ich sollte wohl diese Spur grundsätzlich meiden, so oft wie ich hier schon stand ;-) Vielen Dank & Bussi für Birgit für die Rückholaktion. Dankeschön auch an Dieter für die super Schlepps.