So. 3. Julei 2005

Erst war "gute Thermik" vorhergesagt, dann war der DWD nicht mehr so optimistisch und hat sich auf "mäßige bis gute Thermik" zurückgeschraubt.
Am Mittag hat es nicht schlecht ausgesehen, wurde im Laufe des Nachmittags aber immer mehr abgeschattet und am Ende war die Luft absolut ruhig.
Sehr schön zu beobachten waren die vielfältigen Wolkenbilder.
In jeder Richtung anderes Aussehen und verschiedene Wolkenhöhen. Cirrusfelder haben dann restlos abgeschattet. Keine Sonne - aus mit Thermik.
Clemens C. 2100
Achim S. 2100
Robert L. 1800
Achim R. 2800
Tschelzi 1300
Babs 2000
Michel 2100
Herbert G. 2800
Martin B. 1600
Lisa R. 1500
Robert L. 3600
Lisa R. 3300
Babs 3700
Wolfgang R. 2100

Der Blick nach West total schattig. Richtung NO noch etwas sonniger.

Gut zu erkennen die vorhergesagte "Ausbreitung" (Die Cumulus gehen oben in eine horizontale Schicht über)

Unsere Nachwuchspilotin Lisa genießt hier einen schönen Ausblick bzw. Gleitflug bei ruhiger Luft...

 
Hier zieh die Maus über's Bild ...und Babs hat sich auch einen ruhigen turbulenz- freien Flug gegönnt. Macht auch Spass, wenn thermisch nichts geht.

Wenn der Luftraum eng wird: Zwei HG's (Hängegleiter) kommen gleichzeitig zur Landung. Der Starre ist noch etwas höher, dreht nach Nord, um in einem weiten Bogen aus kurzem Gegenanflug über Quer- und Endteil bei den Hecken einzuschweben.
Der Flexwing ist etwas nervös geworden, dreht erst sehr tief in den platznähen Gegenanflug, versucht in zu geringer Höhe aus einer 180°-Kurve zu landen. Das wird nix. Er denkt nicht
an den erhöhten Luftwiderstand bei dem starken Anstellwinkel und dem damit verbundenen Höhenverlust. Die Landung endet kurz vor Platz in der Kurve.
Selbstvertrauen und Steuerbügel geknickt, aber sonst alles ok.
Er wundert sich über die enge Landung. >
Aus neutraler Sicht gesehen wäre eine parallele Landung beider HG's problemlos möglich gewesen. Der Platz ist breit genug, die Luft war ruhig. Aus meiner Sicht hat der Flexwing zu lange gezögert und dann zu engkurvig zum Platz eingedreht. Gegenanflug zu tief und zu nah am Platz. (Könnte es sein, daß zu wenig Routine im Blut liegt?)

Und was wurde sonst so geflogen? Hier die igc's...
...und die Berichte... Babs+Tschelzi: Babs:
Habe dieses Mal mit der Thermiksuche nicht viel Glück gehabt und war nach ruhigen Schlepps als bald wieder am Boden - vielleicht klappts ja das nächste Mal wieder besser.

Tschelzi:
Nach einem Schwabenschlepp ging's dann doch nicht so gut wie erhofft,
aber mit etwas Glück fand ich den Anschluß zu Robert und Achim, mit dem ich dann den ersten Ausreißversuch startete. Da 950m Arbeitshöhe bald verbraten waren, besuchten wir den Hausbart überm Blautopf. Danach trennten sich unsere Wege und ich unternahm mit Michl und Herbert den 2. Ausreißversuch, welcher auch wieder im Hausbart endete. Dieser brachte mittlerweile nur noch einen halben Meter und zusammen mit Martin B. kurbelten wir harmonisch nach oben. Nach 200 Höhenmeter riskierte ich den Weiterflug zu einer schönen Wolke Richtung Laichingen. Kurz vor dem Absaufen erwischte ich glücklicherweise einen starken Bart mit 2,5 m/s der mich an die Basis beförderte. Danach ging's im Geradeausflug über Flugplatz Laichingen bis nach Zainingen, dort nochmals Höhe getankt und weiter Richtung Westen bis zum Flugplatz Übersberg, wo eine große Abschattung mich zu Boden zwang. Leider war die Rückholaktion für Babs nicht ganz einfach, da der Flugplatz von Osten her nur über Feldwege und Absperrungen erreichbar ist. Auf dem Seissener Backhausfest ließen wir dann den Tag ausklingen.
Achim:
...Wieder einmal zahlte es sich aus, den BACKHAUSFESTBARDIENST halbwegs trocken zu überstehen. Erneut habe ich keine Kosten gescheut und nahe der Basis über Sonderbuch geklinkt (billiges Fluggerät - teurer Schlepp), nachdem wir im Schleppverband Robert, der gerade ein Bärtchen angerissen hat, um gut 200m überstiegen haben. An der Basis warteten wir auf Babs und Tschelzi, die jedoch viel sparsamer waren, und auf sich warten ließen. Unsere Wolke löste sich zwischenzeitlich auf und Robert tauschte seinen Platz an der Wolke mit einem Platz im Grünen auf dem Flugplatz. An der Art wie Tschelzi in Richtung Osten abzog, konnte ich schnell erkennen, dass ich diesem Flugstil heute (Basis 1100m üGND) nicht folgen kann/will. Schön gemütlich ging es über Ulm nach Talfingen mit der Abschattung im Rücken. Da es immer mehr labilisierte schaffte ich es fast wieder zurück nach Seissen.