1. Mai 2005 Thermikprognose "gut", aber sonst ein vermurkster Tag. Nur zwei hatten Glück.
Dieser Tag hatte wieder eine ganz besondere atmosphärische Charakteristik. Um einen zuverlässigen Bart zu finden musste schon relativ hoch geschleppt werden, sonst warst du schnell wieder am Boden. Unten raus einfach zu zerrissen. Das zeigte sich auch am Bodenwind. Der kam laufend aus wechselnden Richtungen. Je nachdem wie die Bärte angesaugt haben, entsprechend hat sich die Luft am Boden entlang geschlängelt. Starten ohne Wagen war nicht möglich! Edelgard hat es versucht und dabei einen Bügel geknickt.
Peter K. 2000
Michel 2100
Herbert 2700
Michel 3200
Herbert hat auch längere Zeit auf den richtigen Wind gewartet, sich aber doch für den Wagen entschieden, und hat sich trotz guter Steigwerte hoch genug ziehen lassen. Das hat ihm den Einstieg in die "richtige" Thermik beschert und sein Tag war ok. Der Wind hat dann sehr lange auf West gedreht. Das war auch für den Startwagen zu viel Rückenwind. Michel hat Herbert wegsteigen sehen, was ihn derart motiviert hat, dass er seinen Gleiter zum Weststart bugsiert hat. Dort angekommen, war dann wieder Süd, also trotzdem mit Startwagen raus. Über Berghülen war zu der Zeit ein vielversprechender Wolkenbobbel, also hab ich ihn kurz mal da rüber gezogen. Nicht zu früh geklinkt ist er auch gleich ordentlich weggestiegen. Noch ein glücklicher, der das "Startproblem" überwunden hat.
Etwas unsymmetrisch ?

Die Basis-Höhe nicht schlecht oder?
Hier die Mail von Herbert: Und von Michel...
Platzregen am Boden, Drachen nass und schwer und nach schon 20 Minuten
warten wegen Seitenwind aus Süd, Rückenwind aus Südwest.
Kaum hatte ich den inneren Schweinehund, nach dem Startwagenunfall 4.9.2004,
überwunden und meinen Merlin auf den Startwagen gehoben Wind aus Ost. Kurze
Überlegung ob ich nochmals auf Fußstart zurückwechseln soll. Nein. Da muss
ich durch. Ein butterweicher Start, vor lauter Schiss nehme ich den
Starwagen vorne ein Stückchen mit hoch. Fliegt. Der Schlepp relativ ruhig
und über Seissen in 900m Höhe geklinkt. Nachzentriert. Dieter war auch
zufrieden als ich steige geht nach einer Thermikkontrollrunde landen.
Dreimal bin ich noch nass geworden in 2700m mit starkem Graupel und Regen.
Nach knapp 2 Stunden Flug 50 OLC-Punkten ohne Stress super Landung. Rest
siehe GPS-Aufzeichnung. Morgen habe ich Muskelkater. Kein Problem.
...vielen Dank noch für deine Geduld die du am 1.Mai mit uns hattest. Mein Flug hat dann noch richtig Spass gemacht, oft im Regen aber immer mit spitzen Steigwerten, und natürlich die Höhe. Beim Rückflug hätte ich mich fast bei Asch versenkt, habe mich aber nochmal 150 m hoch, auf 500 m über Seissen gekämpft, und mit der Höhe genau den Landeplatz erreicht. Fazit: sehr kurz, aber auch sehr schön und wichtig für die Motivation.
Bis bald Michel
Der Tag hat wieder klar gezeigt:
Je stärker die Thermik, um so schwieriger die Startbedingungen! (Durch Thermik beeinflusste Bodenwinde) Und die sind kritisch, wenn sie dich bei Fuss-Start unerwartet treffen.
Trixi und zwei Gastpiloten hatten zwar aufgebaut, konnten sich aber nicht durchringen zu starten, die Bedingungen waren etwas abschreckend. Dann eben Drachen gelüftet.