So 25. Julei 2004
Für Sonntag war die Wettervorschau sehr positiv und mit viel Hoffnung auf ein erfolgreiches Wettfliegen.
Der Frühnebel hat sich erst auf der Alb und dann auch im Donautal gelichtet und schöne Cumulus gebildet. War schon angenehmer als der Samstag.

Beim Aufbau in Erbach war man sehr zuversichtlich mit der Wetterentwicklung.
Es konnte nur besser werden als gestern!

Wer macht Rückholer?
Was macht die Thermik?
Und natürlich das Briefing mit der Aufgabe: Nach Giengen/Brenz und zurück.
Dann ging es auch Schlepp auf Schlepp. Alle Gleiter mit zwei Trikes an die Thermik gehängt. Etwas hektisch ging es zu, mit Segelfliegern, Motorseglern und Motormaschinen. Der übliche Flugplatzverkehr eben. Fast schon Stress.

Die Drachen hängen an den Wolken, Zeit für Wolfgang, ein gemütliches Pfeifchen anzustecken.

Nach und nach wurden die ersten Absaufer zurück-
geholt. (Nicht vom Biertisch) Achim R. war nach 3 Std zurück, Tschelzi hat noch einen Umweg über Günzburg geflogen und war mit 5:47' am längsten in der Luft. Letztlich haben zwei Seißener und ein Erbacher den Rückflug geschafft.
Wie wirkt sich das in den Punkten aus?
Der Nachmittag zog sich über die Stunden. Tschelzi mußte am Ende von Babs über Funk zur Landung "befohlen" werden.

Wer flog wohin? Wie weit? Wieviel Punkte?
Mit einem Hefchen ist das leichter gerechnet.

Mit Spannung wird das Ergebnis erwartet. Sind wir vorn?
Der Erbacher Boss Michael beim Ermitteln der Punkte und dann die Verkündigung:
Trochtelfingen auf dem 3. Platz. Die Seißener "nur" auf Platz 2 knapp (sehr knapp) hinter Erbach.
Achim R.:
...Schlepp direkt in den Erbacher Hausbart. Die Basis in 1000m über GND war schnell erreicht. Mit wenig sinken ging es über Blaustein - Lärchenfeld in Richtung Giengen. Die fetten Wolken zogen gut und über weite Strecken. Habe nach einer Stunde in Giengen gewendet und zum Glück rechtzeitig einen Gang zurück geschaltet. Von der Basis in Elchingen (1700m GND) direkt den Endanflug auf Erbach begonnen. Dieser super Flug wird mir hoffentlich über meine Sommerpause helfen.
Tschelzi:
nach einem aufregendem Schlepp hinter Wolfgang Ewinger's Trike ging's erst mal zäh zur Basis. Auf der Albhochfläche angelangt, war die Thermik einiges besser. Als dann Wolfi mit seinem Reflex unter mir durchzischte und geradewegs ins Blaue flog gab ich meinem Atos auch die Sporen und nahm die Verfolgung auf. Bald konzentrierte ich mich aber wieder auf die erreichbaren Wolken und bei Langenau kam mir schon Achim R. entgegen, mit dem ich einen schönen Bart auskurbelte. Dann über Giengen und zurück Richtung Langenau, wo ich Babs unter mir sah, die schwer ums Obenbleiben kämpfte, aber dann doch dort absitzen mußte. Da es im Nordwesten immer blauer wurde, flog ich über Günzburg, Leipheim und südlich an Ulm vorbei zurück nach Erbach, wo ich noch einige Zeit in der schwachen Abendthermik bis auf 2400mNN hochdrehte. Um 18.45Uhr nach ca. 5h 45min Flugzeit wurde ich von meiner Babs zum Landen aufgefordert.
Heute Di-abend spüre ich dafür noch jeden Muskel (trotz Atos).
Noch ein Dankeschön an Micha Funk für seinen Einsatz und daß auch weiterhin ein Vergleichsfliegen in Erbach in geselliger Runde stattfinden kann.
Nach dem versauten Samstag, (zum Glück für die Erbacher, sonst hätte Seißen gewonnen), war der Sonntag ein sehr erfolgreicher Tag weil alle Drachen den Platzbereich verlassen konnten.