Sonntag 4. Julei 2004 Samstag war stürmisch und für heute war aus der Prognose nicht klar erkennbar wo die Grenze liegt zwischen brauchbar, gut oder schlecht. Wie schon öfters der Fall, haben sich auf der Alb schöne Wolken gebildet, südlich der Alb war es fast nur blau. Der Wind war mit >25 km/h Vorhersage etwas abschreckend für Drachenflieger, ist aber nicht so unangenehm aufgetreten. Vielleicht waren deshalb nur sieben Pilot(in)en am Start.
Gemütlicher Aufbau...
...oder schon totale Konzentration auf den Flug. (Durch die Wind-Unterstützung gute Streckenbedingungen)

Achim R. 1000
Robby W. 2000
Robert L. 1600
Steffen H. 2500
Babs 1000
Tschelsi 2100
Babs 2200
Paul R. 1000
Paul R. 1000
Paul R. 1200
1000 ft waren zu wenig für Thermik-
anschluß. Paul hatte dann noch Pech mit der Sollbruchstelle, aber beim 3. Versuch hat er aus 1200 ft aufgedreht.
Ein unerwartet ruhiger, gemütlicher aber schöner Tag. Robby war nach einem ausgedehnten Flug zufrieden, die Anderen habe ich nicht mehr gesehen bis ich das Trike aufgeräumt habe.

Von 75 eingereichten Flügen an diesem Tag stehen die Seißener Drachenflieger auf den vordersten Plätzen! Bravo! Damit steht der TSV-Seißen von 158 Vereinen auf Rang 40 ! Ist doch Super.
In dieser Vergrösserung des Startbereiches ist der Raketenartige Aufstieg von Steffen erkennbar. Kaum gekurbelt war er auch schon oben.
Ein erfolgreicher Tag mit super Leistungen.
Hier die Mails:
Steffen:
Nachdem Chelsi und Babs ein Einsehen haben und mich in der Startreihe kurz vorlassen hänge ich auch schon hinterm Trike und Dieter schleppt mich ins vermeindliche Nirvana. Nach meiner Erfahrung vom letzten Mal (ich Klinke zu früh und Dieter fährt erst später richtig in den Bart ein) bleibe ich brav am Seil hängen und tatsächlich zieht mich Dieter südlich vom Tiefental in die Granate. Woraufhin ich auch gleich einen seitlichen Segelfliegerpulk stehenlasse, die wohl keine Lust auf starkes Steigen haben. Nach 3 min bin ich dort wofür Achim 20 min gebraucht hat. Wir treffen uns per Funk über Sonderbuch. Roberto hat zwar seinen Funk auch mit, der Akku ist aber kaputt, dann machts zosch und Achim und ich ziehen mächtig am Bügel und mit Rückenwind gehts ziemlich schnell an der Donau entlang. Wir fliegen erstaunlicherweise knapp entlang der Donau und kommen eigentlich trotz zügigem Fliegens nie tief. Vor Donaueschingen fliegen wir in die Sackgasse, dort dümpeln wir auch dann fröhlich vor uns hin. Nach 30 min kommt dann tatsächlich auch noch Robert an. Da es schon spät ist und auch nicht mehr so gut aussieht drehen wir um und probierens zurück. Achim meldet immmer häufiger Bierzelte etc. und diskutiert mich schließlich in Nördlingen zu Boden (schönes Dörfchen) mit der Begründung wir können uns von dort zuückfliegen lassen. Beim Rückholen geht dann auch noch einiges schief, aber was solls. Für den Wetterbericht ein super Flug. Danke an Dieter Achim und Rober und Ruth/ Lisa fürs zurückholen. Tracklog dürfte fast mit Achims identisch sein, halt immer 100 m voraus.
Achim:
Die Enthaltsamkeit beim Bardienst hat sich voll gelohnt. Alle Anwesenden Bardienstler sind auf Strecke gegangen. Wieder einmal hat das Zusammenfliegen und Funken mit Steffen wunderbar geklappt und wieder einmal ist ganz unerwartet Robert zu uns gestossen. Das Zurückfliegen hat sich jedoch als nicht machbar herausgestellt (Gegenwind + Abschattung). Steffen und ich sind auf dem Flugplatz Nördlingen gelandet und wollten uns von dort nach Seissen Blaubeuren fliegen lassen um die Rückholung zu organisieren. Liebenswürdiger Weise war Ruth schon mit Tschelzies Auto unterwegs und wir konnten auf der Sonnenterasse bei Kaffe und Kuchen auf den Rückholer warten und warten und warten... Das EM-Finale haben wir zwar verpasst, aber immerhin haben wir gerade noch auf dem Backhausfest die letzten Fleischfetzen ergattert. Dank an das Rückholteam samt Fahrzeug und an Heinze der die Aufgabe des Windopfers übernommen hat.
Babs + Tschelzi:
Babs ist nach einem Schwabenschlepp zuerst mal abgesoffen, aber beim sofortigen 2.Versuch von Dieter direkt in die Hammerthermik geschleppt worden, in der auch schon Tschelzi wartete. Über Funk hörten wir noch Steffen und Achim, die schon einiges voraus waren. Also nichts wie hinterher und es klappte auch recht gut, bis es hinter Giengen/Brenz etwas zäher wurde. Als ich dann endlich die Basis fast wieder erreicht hatte, kam Tschelzi tief unter mir wieder zurück und der Bart bei Giengen stand dann leider nicht mehr und wir mußten dort absitzen. Es war nicht ganz einfach einen Rückholer beim Backhausfest zu finden, aber Ruth und Lisa erbarmten sich, uns zurückzuholen - VIELEN DANK FÜR DEN EINSATZ. Allerdings wußten Sie bis dahin nicht, daß wir Achim und Steffen auch noch in Nördlingen abholen mußten, was die Rückholzeit verdoppelte. Dann kam noch ein Defekt - lockere Radbolzen - an Tschelzi's Bus dazu und so waren wir erst nach 21.00 Uhr in Seissen zurück wo wir noch Robert und Birgit trafen.

Den Hunger und Durst stillten wir noch mit dem letzten Rollbratenwecken und Bier auf dem Backhausfest. Während diesen 2 Stunden muß sich jemand an unserem Bus zu schaffen gemacht haben, denn am nächsten Morgen war Tschelzi's Gurtzeug verschwunden. Also viel Aufregung und Telefonate etc., bis sich gestern abend telefonisch jemand aus Blaubeuren meldete und gegen Finderlohn das Gurtzeug zurückgeben wollte, was Tschelzi und Achim auch heute morgen abholten, allerdings waren ziemliche Vandalen am Werk und der Rettungsschirm fehlte. Ob und wie die Geschichte noch weitergeht wird sich zeigen.
Die Annehmlichkeiten des Backhausfestes waren nicht gross genug, die Gruppe Drachenflieger davon abzuhalten einfach mal beispielsweise nach Nördlingen zu fliegen um bei Kaffee und Kuchen auf einen Rückholer zu warten. Der Beweis für die Faszination Luftsport!
Ich habe schon immer behauptet: "Nur Fliegen ist schöner"