Sa. 23.08.2003 Ein seltsames Wochenende, meist kommt es anders als man denkt.
Der Samstag war zum Vergessen, die Erwartungen für Sonntag entsprechend gedämpft.
Eigentlich war gute Blauthermik angesagt, aber gut geflogen ist nur Steffen. Als erster gestartet, hat er über Ulm seine Fotos gemacht und ist mit grosser Höhe zurück gekommen, als die Anderen längst wieder am Boden waren! Der Wind aus West war relativ kräftig und hat die Thermik verblasen.
Atos mit Kondensstreifen ?

So. 24.08.2003 Laut Wetterprognose gute Blauthermik. Auf der Alb hatten wir dann Wolkenthermik!
Der Sonntag begann mit der Frage: "Wo bauen wir auf?" Ost, West, Nord. Was überwiegt? Also Ost! Klaus hat den Dummy gemacht, das war sein grosses Glück, denn dann ging erst mal nichts mehr. Der Wind gedreht, von hinten, von der Seite, nicht mal der Startwagen war geeignet für sichere Starts. Robert hat sich gequält auf dem Wagen, durchgeschwitzt im Gurtzeug, zur Bahnmitte gerollt für Start nach West. In der Zwischenzeit hat der Wind wieder gedreht auf Ost, und Tschelzi hat seinen Drachen auch schon zur Mitte getragen. Robert wieder zur Bahn Ost, (mit Trike geschleppt). Irgendwann kam dann eine brauchbare Startwagenphase und Robert war in der Luft. Leider hat er zu früh geklinkt, er war bald wieder am Boden. Tschelzi dann von der Platzmitte richtung West. Günter hat seinen Atos in der Zwischenzeit zur Platzmitte und zurück getragen, hat aber doch noch eine Phase erwischt. Insgesamt ein fürchterliches hin und her und warten, aber dann war die Thermik doch noch ok, der Platz abgeräumt, alle oben.
Unser Platzhalter hat sich auch noch in die Lüfte geschwungen. Die Sichtweite gigantisch. Das muß doch genutzt werden. Wer weiß wie lange das noch hält. So sieht also Blauthermik aus. Zumindest auf der Alb. Zur Ehrenrettung der Wetterfrösche sei gesagt, südlich und nördlich der Alb war es wirklich blau.
Nach dieser "stressigen Arbeit" ein Kleiner Rundflug zur Entspannung. Mit Helena als Sozius kurz nach Geislingen und zurück, grandiose Sichtverhältnisse.
Steffen H. 1300
Klaus S. 1500
Robby W. 1500
Robert L. 1600
Peter K. 1500
Tschelzi 2200
Robert L. 2000
Günter H. 2600
Robby W. 1500
Babs 2600
Steffen H. 3300
< Samstag
Sonntag
Klaus S. 1600
Robert L. 1300
Robby W. 1300
Tschelzi 1800
Babs 1300
Robert L. 1900
Uli S. 2000
Günter H. 3200

Günter hat die Situation treffend beschrieben:
... über den Samstag hüllen wir den Mantel des Schweigens. Nach einem eigentlich ruhigen Schlepp hats dann nur gerumpelt bis zur Landung....
Den Flug am Sonntag habe ich mir nach einer kleinen leichtathletischen Einlage redlich verdient. Ich bin noch auf 1500m über Grund gestiegen und habe einen weiten Bogen um Seissen herumgeflogen. War echt noch schön. Gruß Günter
Bei Nordwind Landung quer zum Platz über die Hecke, da zeigt sich ein Bremsschirm schon nützlich!
Hier kommt Klaus S. nach seinem 100 km Rundflug zurück.
... hier mein Daily-Report für heute: nachdem ich spät angereist bin und schon mit einem entsprechend späten Start rechnete, war ich verwundert, dass ich dennoch als erster (unter Zustimmung aller Anwesenden...) starten konnte. Dein Schlepp führte treffsicher in den ersten guten Bart - vorher / im Platzbereich war ja wirklich gar nichts los. Mit 2, ansteigend auf 3,5 Meter integriert gings dann bequem zur Basis. Von dort über Amstetten Richtung Osten bis kurz vor die A7 (Ulm / Heidenheim). Nach der Wende an dieser Stelle wieder Richtung Westen bis ca. 10 km SW von Münsingen. Ein Hänger in weniger als 1000m üNN war auf diesem Abschnitt zu verzeichnen. Vom Lautertal aus 2500m wieder zurück zum Platz (hier musste ich wider Erwarten nochmals Höhe machen, da es teilweise kräftig runterging). Am Ende waren es knapp 100km (99,72 nach GPSVAR). Nicht schlecht für einen Tag, an dem andere lieber ihre Angehörigen vom Flugplatz abholen oder schwäbische Frühklinker sich lieber wieder hinten anstellen... A... lecke, bis bald, Klaus.

Und Tschelzi war auch unterwegs.
Tschelzi:
...diese Woche war viel los und so kommen wir erst heute [31.8.] - bei diesem miesen Wetter - dazu, ein paar Zeilen zum letzten Flugtag zu schreiben. Das Startchaos wurde ja schon ausführlich beschrieben. Nachdem ich (Tschelzi) glücklich in der Luft war habe ich den ersten Bart wieder verloren und sah mich fast wieder am Boden. Am Nordostende vom Platz ging's dann doch mit einem zarten 1Meterbart ansteigend auf 3 m/s zur Basis. Die Wolken stehen in kurzen Abständen und ich fliege gegen den Wind bis zur Autobahn bei Scharenstetten, danach wurde es blau und auch die Segelflieger drehen um. Über Laichingen zurück zum Platz wo ich Babs treffe und wir weiter Richtung Schelklingen fliegen. Dort zeigt uns ein Segelflieger den nächsten Bart zur Basis - sonst wäre es wohl eng geworden zurückzukommen. Dann noch ein Stück Richtung Ulm und wieder zum Platz zurück. Landungen von zwei glücklichen Fliegern nach 18 Uhr. Danke für Deine Eselsgeduld beim Starten....
Bei Robert lief es heute nicht besonders, dann noch eine Außenlandung unweit vom Platz.
Robert:
Das Motto an diesem Tag: erst hatte ich kein Glück und dann kam noch Pech dazu.... ;-)