13.07.2003 Wolkenloser Himmel und reife Getreidefelder erzeugen kräftige Blauthermik.
Die Getreidefelder strahlen intensiv Wärme ab. Der Himmel endlos blau, freie Einstrahlung der Energie.
Achim S:
... bin am Sonntag, nachdem niemand mehr gestartet ist allein losgeflogen.Von Achim's Startunfall habe ich nichts mitbekommen. Ich dachte mir, daß er zu früh geklinkt hat und beim Landen nicht mehr über die Hecke gekommen ist. Bin dann zum Segelflugplatz Hülben (beim Neuffen) geflogen und wieder zurück. Nachdem es blau war habe ich immer die schon abgeernteten Getreidefelder und die nächste Abrisskante angeflogen. Trotzdem bin ich zweimal sehr tief gekommen wobei mich jedesmal die nächste Waldkante, die quer zur Windrichtung lag gerettet hat. viele Grüße Achim
Marcus 900
Peter 2000
Robby 1900
Achim S. 1500
Wie Achim schon festgestellt hat, war heute die gegensätzliche Aufheizung zwischen Getreideflächen und Grünflächen / Wäldern sehr ausgeprägt. Dieses kräftige Ablösen der warmen Luft am Boden hat dann auch den Bodenwind am Start sehr negativ in seiner Richtung beeinflusst. War der Wind zum Start ok, dann konnte er im nächsten Moment schon aus einer ganz anderen Richtung kommen. Das hat Achim R. heute recht unsanft zu spüren bekommen, worauf dann keiner mehr versessen war in die Luft zu kommen. Kurz vorher hat so eine Boe die Drachen von hinten gepackt und umgedreht. Auch Marcus bestätigt diese spezielle Wetterlage nach seinem super Flug.

Marcus:
... danke für den günstigen Schlepp (300 m) direkt in den Bart! In diesem Bart hatte ich die größte Höhe meines Fluges mit 2250 m NN (ca. 200 m über der Inversion). Der Blick von oben auf den lilafarbenen Deckel war phantastisch! Der weitere Flug südlich an Riedlingen und Mengen und nördlich von Pfullendorf und Stockach vorbei nach Engen (nordwestlich von Singen) hat sich dann durchschnittlich so auf 1300 m NN abgespielt (= 104 km, siehe OLC). Die Blauthermik war immer sehr kräftig (oft über 3 m/s), vor allem in Bodennähe. Sechsmal hat in klassischer Weise ein mähender Mähdrescher meinen Bart abgerissen (einmal bin ich so aus ca. 80 m wieder hochgekommen). Wunderbar war die Sicht auf den Bodensee und die schweizer Berge im Süden (glücklicherweise hatte ich eine Kamera dabei!). Ich bin zurückgetrampt und war um Punkt 21.00 Uhr wieder in Seissen. Ein schöner Tag! Gruß Marcus