29.06.2003 Heute war ein Tag für Streckenflieger. Wind oben aus SSW, Thermik gut.
Thermikbeginn war vorhergesagt auf 11 Uhr. Wir haben uns um diese Zeit getroffen, da war die Luft schon aktiv, die Wolken schon gebildet. Das Problem war wieder mal der Start wegen der umlaufenden Winde und dann noch aus S/SO. Das gab die schönsten Turbulenzen beim Start hinter der Hecke und die Linkskurve über die Waldkante war nochmal turbulenter. Ein paarmal hatte ich das Gefühl als ging es gleich in die Baumkronen. Muskelkraft war notwendig wie an der Turnstange. Hatte einigemale das Gefühl des fliegens verloren. Die Luft hat mich halt hin und her geschmissen. Alle Achtung vor den Drachenfliegern dass sie bei diesen Bedingungen noch am Seil folgen können. Am Schluss hab ich dann mit dem Trike selber noch in der Thermik gekurbelt. Das hat dann wenigstens noch Spass gemacht.
Steffen 1700
Achim R. 1400
Klaus S. 1500
Achim S. 1400
Armin 2800
Tschelzi 1200
Robby 1800
Tschelzi 1900
Robby 1700
Was tun? wo fliegen wir hin? Die üblichen Diskussionen beim Aufbau. Wenn die Thermik passt, Motor ausschalten und Vario beobachten. Flug geniessen ohne Motorengeräusch, ohne Motorgerüttel
Martin S. hat mit seinem 912er eine Zwischenlandung eingelegt und einen Demo-Schlepp gezeigt zum Leistungsvergleich. Ein schönes Gerät mit allem Comfort. Damit könnte man schöne Streckenflüge machen. Kostet aber auch eine Kleinigkeit.

Steffen im Schlepp. Der 912er zieht ihm die Arme lang.
Für weitere Luftbilder war heute keine Hand frei, zu aktiv und turbulent,
aber die Aktionen der Drachenflieger waren super:
Armin:
Flugdauer 1:01, max. Höhe 2075, mit Achim S. nach Reutti/Luizhausen, dann leider abgesoffen, aber netter Flug. Gruß Armin

(Achim S. flog zurück zum Platz, hat Armin abgeholt)

Achim R.:
Endlich mal wieder gutes Flugwetter (leider schlechtes Startwetter). Bin mit Steffen zusammen über die Alb gesegelt. Der SSW-Wind war oben zwar schwach, wir konnten uns aber nicht dazu entscheiden wieder zurück zu fliegen, da die Wolken hinter uns immer schlechter aussahen als die vor uns. Nachdem uns eine Abschattung eingeholt hat und wir mit viel Höhenverlust das Nördlinger Ries überflogen hatten, bin ich auf dem Flugplatz Irsingen bei Dinkelbühl abgesoffen. Mit Kaffee und Kuchen konnte ich Steffen zu den freundlichen Segelfliegern locken. Um 20.00 Uhr waren wir wieder in Seissen. P E R F E C T O Doris. Danke Dieter für den Schlepp im Bart.

Tschelzi:
...beim dritten Anlauf hat's dann endlich geklappt! Wahrscheinlich hat's der Kirschkuchen von Babs rausgerissen.
Gestärkt und von Dieter über Asch an der einzigen dicken Wolke abgesetzt ging's dann zügig hoch, an Geislingen vorbei Richtung Aalen, Ellwangen dann entlang der A7 bis kurz vor Ausfahrt Feuchtwangen. Dort war ich schon im Landeanflug bei einem kleinen Badesee als mich ein 3m-Bart wieder an die Basis auf knapp 2700 m beförderte. Mit dem Gedanken daß Achim und Steffen schon die neuen Bundesländer erreicht haben, brenne ich unter einer Wolkenstrasse die A6 entlang Richtung Nürnberg - völlig ohne Zeitgefühl. Als ich dann doch tiefer komme und kaum noch Steigen zu finden ist, entschließe ich mich bis zur Ausfahrt Neuendettelsau zurückzufliegen und lande nach ca. 5 Std. kurz vor halb acht in Aich neben einem Biergarten. Leider hat's mit dem gemeinsamen Rückholen nicht geklappt, somit muß Babs eine extra Tour einlegen und wir sind um Mitternacht wohlbehalten zurück.
Dieser Flug wäre ohne Babs' Drachen und GPS/Vario kaum möglich gewesen.
                                                                         Tschelzi